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Malteser Geseke

Hoher Besuch aus Rom in Geseke

Großhospitalier des Souveränen Malteserordens besucht Malteserladen

10.07.2017
(v.l.): Mahdieh Ahangaran Moghadam (ehrenamtliche Helferin Seniorenfrühstück), Bettina Wewer (ehrenamtliche Helferin Malteserladen), Maria Becker (ehrenamtliche Helferin Malteserladen und stv. Leitung Malteserladen), Sebastian Schilgen (Geschäftsführer der Malteser Werke), Waltraud Wiehen (ehrenamtliche Helferin Malteserladen), Andreas Bierod (Diözesangeschäftsführer der Malteser in der Erzdiözese Paderborn), Ute Teltschik (Quartiersmanagerin), Dominique Fürst de La Rochefoucauld-Montbel (Großhospitalier des Souveränen Malteserordens), Dr. Erich Prinz von Lobkowicz (Präsident der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteserordens), Wilfried Benkel (Malteser Stadtbeauftragter Geseke), Maria Benkel (Leiterin Soziale Dienste der Malteser Geseke), Patrick Hofmacher (Geschäftsführer der Malteser Werke), Ali Akhon Diyan und Navid Arzpaima (Mitarbeiter Flüchtlingsintegrationsmaßnahme des Landes NRW). Foto: Malteser/Kaiser

Geseke, Werl, Hamm. Am 10. Juli hat der Großhospitalier des Souveränen Malteserordens, Dominique Fürst de La Rochefoucauld-Montbel, den Malteserladen in Geseke besucht. Begleitet wurde er von Dr. Erich Prinz von Lobkowicz, Präsident der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteserordens, den Geschäftsführern der Malteser Werke, Sebastian Schilgen und Patrick Hofmacher, und Andreas Bierod, Diözesangeschäftsführer der Malteser in der Erzdiözese Paderborn. S.E. Dominique Fürst de La Rochefoucauld-Montbel informierte sich vor Ort über die Quartiersarbeit im Malteserladen, einem Vorzeigeprojekt gelungener Integrationsarbeit. Er machte sich ein Bild davon, wie der Leitsatz des Malteserordens, „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“, in Geseke in tätige Nächstenliebe umgesetzt wird.

Auch Prinz von Lobkowicz zeigte sich begeistert von der Arbeit, die hier überwiegend ehrenamtlich erbracht wird. Die vielen helfenden Hände haben den Malteserladen binnen kurzer Zeit zu einem Ort der Begegnung gemacht, einen Ort der Kommunikation, wo junge und alte, gesunde Menschen und Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen, Geseker und Auswärtige zusammen finden – einen Ort eben, an dem echte Integration gelebt werden kann.

Nach zwei Jahren Planungs- und Bauphase war der Malteserladen im November vergangenen Jahres eingeweiht worden. Auf gut 150 Quadratmetern bildet er das Zentrum einer Quartiersarbeit, in dem sich Junge, Alte und alle dazwischen treffen und helfen können. Dazu hatte die Malteser Ortsgliederung eine Förderung in Höhe von 163.715 Euro von der Deutschen Fernsehlotterie erhalten. Bereits in diesem ersten halben Jahr hat der Malteserladen Erfolgsgeschichte geschrieben. „Wir wollten einen Ort der Begegnung schaffen“, so der Malteser Stadtbeauftragte Wilfried Benkel, „und hier erleben wir jetzt jeden Tag Begegnung.“ Der Malteserladen ist die zeitgemäße Antwort der Malteser auf eine Lücke in der sozialen Versorgung, im Quartier – der Stadt Geseke. „Wir möchten die Menschen in Geseke näher zusammenbringen und ein wertschätzendes gesellschaftliches Umfeld gestalten“, ergänzt Maria Benkel, Leiterin Soziale Dienste. Alle Angebote der Malteser werden von ehrenamtlich engagierten Malteserinnen und Maltesern gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern gestaltet. Sie werden seit Januar 2017 von der hauptamtlichen Quartiersmanagerin Ute Teltschik unterstützt.

Nach dem Besuch in Geseke ließen es sich der Großhospitalier und der deutsche Ordenspräsident nicht nehmen, einen kurzen Abstecher zum größten Marienwallfahrtsort der Erzdiözese, nach Werl zu unternehmen, um vor dem Gnadenbild zu beten. Im Anschluss machten sie sich einen Eindruck von den Malteser Flüchtlingsunterkünften in der Zentralen Unterbringungseinrichtung der Malteser Werke in Hamm, bevor der Abend in der Malteser Lehr- und Trainingsgastronomie „Denkma(h)l“ bei einem Abendessen endete.

Der Großhospitalier ist Teil der Regierung des Souveränen Malteserordens. Er verantwortet im Rang eines Ministers die Aufgabenbereiche Gesundheit und Soziales, humanitäre Angelegenheiten sowie internationale Zusammenarbeit. Allerdings verfügt er an seinem Amtssitz in Rom über keinen großen Finanzhaushalt und einen Beamtenapparat, sondern über einen kleinen Stab von ehrenamtlichen Ordensmitgliedern, die ihn in seiner Führungsaufgabe unterstützen und beraten. Dominique Fürst de La Rochefoucauld-Montbel koordiniert von Rom aus die vielen Aktivitäten des Ordens weltweit bei seinen karitativen, medizinischen und humanitären Hilfsmaßnahmen und sorgt für die Wahrung christlicher Grundsätze. In Deutschland macht er sich auf seiner einwöchigen Reise insbesondere ein Bild von der medizinischen Versorgung in den Malteser Krankenhäusern und Hospizen, der Betreuung von Flüchtlingen und der Jugendhilfe.

Der Franzose Dominique Fürst de La Rochefoucauld-Montbel (67) ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Der Leiter einer Beratungsfirma bekleidet das Amt des Großhospitaliers seit drei Jahren. In den Souveränen Malteserorden wurde er 1992 aufgenommen. Seit 2008 ist er Obedienzritter und verpflichtet sich damit auf besondere Weise den Zielen des Ordens. Von 2001 bis 2014 war er Präsident der französischen Assoziation des Ordens. Von 2009 bis 2014 war er zuständig für das Malteser Kinder-Krankenhaus zur Heiligen Familie in Betlehem.

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